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Bergischer Geschichtsverein lädt ein

Für das 1. Halbjahr 2024 haben wir wieder ein reichhaltiges Programm zusammengestellt.

Unser Team konnte viele Referenten, Exkursionsbegleiter und andere Mitwirkende für einen sehr abwechslungsreichen Veranstaltungskalender begeistern. Herzlichen Dank dafür! Sicherlich finden auch Sie in dem Programm Veranstaltungen, die Sie persönlich besonders interessieren.

Vielleicht haben Sie Ideen und Anregungen für weitere Aktivitäten oder möchten sogar selbst Ihr Wissen mit anderen interessierten Menschen hier teilen? Sprechen Sie uns an – wir sind für konstruktive Rückmeldung immer sehr dankbar.

Übrigens:

Sie müssen kein Vereinsmitglied sein, um an unseren Aktivitäten teilzunehmen. Unsere Veranstaltungen stehen offen für alle!

Demnächst im Programm

Donnerstag | 22. Februar 2024 | 18:30-20 Uhr

FINISSAGE-VORTRAG: MEHR ALS MAN KENNT - NÄHER ALS MAN DENKT

Vortrag zur Finissage der Ausstellung

Kooperation von VHS Leverkusen mit dem BGV, der Stadtgeschichtlichen Vereinigung Leverkusen und dem Stadtarchiv Leverkusen

Die Erinnerung an die Verbrechen während des Nationalsozialismus ist auch in Leverkusen verankert. Am bekanntesten dürfte die traditionelle Gedenkstunde am 9. November am Platz der ehemaligen Synagoge in Opladen sein. Der jüngste Erinnerungsort in der Stadt ist eine Gedenkstätte für die Opfer von Zwangsarbeit bei der I.G. Farben während der Zeit des Nationalsozialismus, die im Mai 2023 von der Bayer AG eingeweiht wurde.

Foto: Synagoge in Opladen (Quelle: Stadtarchiv Leverkusen)

Forum Leverkusen Vortragssaal | Am Büchelter Hof 9 | 51373 Leverkusen
Eintritt: frei

Donnerstag | 7. März 2024 | 19 Uhr

VORTRAG: BUNKER IN LEVERKUSEN

Referent: Dr. Roland Schaper, Leverkusen Kult-Tour e.V.

Hochbunker am Bayerwerk in Leverkusen

 

Nach Beginn des 2. Weltkrieges wurde deutlich, dass bisherige Schutzmaßnahmen für die Zivilbevölkerung gegen Luftangriffe nicht ausreichend waren. Ab Oktober 1940 wurde der Bunkerbau für die Zivilbevölkerung forciert. Leverkusen gehörte aufgrund der Produktionsbetriebe von Bayer und des RAW in Opladen zur Gefahrenzone 1. Man baute daher an zentralen Plätzen Bunker aus Stahlbeton mit bis zu 2 Meter dicken Wänden/Decken.
Solche Bunker gibt es heute noch an vielen Stellen im Stadtbild. Ihr Bau und die Nutzung werden vorgestellt.

Bunker am Bayerwerk
(Foto: Dr. Roland Schaper)

Haus der Stadtgeschichte - Villa Römer | Haus-Vorster Str. 6 | 51379 Lev-Opladen
Eintritt: frei, Eine Spende an den Verein Leverkusen Kult-Tour e.V. wird erbeten

Samstag | 16. März 2024 | 14 - 18 Uhr

EXKURSION - BUSTOUR: KIRCHEN RUND UM DEN DÜNNWALDER WALD

Leitung: Angela Breitrück

Rückseite Herz-Jesu-Kirche in Schildgen

Wir besichtigen 6 katholische und die evangelische Kirchen rund um den Dünnwalder Wald im Karree Schildgen (Berg. Gladbach), Dünnwald (Köln) und Waldsiedlung (Leverkusen) und stellen dabei einige Gemeinsamkeiten fest. Ausgangspunkt ist die St. Albertus Magnus Kirche in Lev.-Waldsiedlung. Von da aus geht es nach Schildgen, weiter nach Dünnwald und durch den Wald wieder zurück zur Waldsiedlung zur Friedenskirche.

Anmeldung: Tel. 0173 - 54 70 158 (auch per WhatsApp oder Telegram möglich)
Treffpunkt: Eingang Pfarrsaal St. Albertus-Magnus-Kirche, Humperdinckstraße 4, 51375 Lev.-Waldsiedlung
Kosten: 25 € pro Person incl. Kaffee und Kuchen in einem Café

Dienstag | 19. März 2024 | 19 Uhr

MITGLIEDERVERSAMMLUNG BGV LEVERKUSEN-NIEDERWUPPER

Im Anschluss freuen wir uns auf ein geselliges Beisammensein mit Getränken und Snacks.
Gäste sind herzlich willkommen.

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Haus der Stadtgeschichte - Villa Römer | Haus-Vorster Str. 6 | 51379 Lev-Opladen

Samstag | 13. April 2024 | 13:30 – ca. 17:45 Uhr

EXKURSION - BUSTOUR: AUF DEN SPUREN VON CARL LEVERKUS

Leitung: Bernhard Geuß und Manfred Wiethüchter

Kooperation mit Wir für Leverkusen – ein starkes Stück Rheinland e. V.
Die Rundfahrt beginnt in der Hofschaft „Leverkusen“ bei Remscheid-Lennep, die der Familie des Pharmazeuten Dr. Carl Leverkus (1804-1889) den Namen gab. In  Wermelskirchen hatten seine Eltern eine Apotheke, die er übernahm. Dort experimentierte er mit Farben, was ihn schon bald eine Fabrik aufbauen ließ. Erweiterungsraum in der Nähe eines Flusses fand er 1867 in Wiesdorf und baute hier seine Ultramarinfabrik auf. Später übernahmen die Farbenfabriken Bayer die Gebäude  seiner Fabrik. 1930 schloss sich die Stadt Wiesdorf mit den Gemeinden Rheindorf, Schlebusch und Steinbüchel zur Stadt Leverkusen zusammen. Begraben wurde Dr. Carl Leverkus am 1. Februar 1889 in der Familiengruft auf dem Stadtfriedhof in Wermelskirchen. Dort und in Leverkusen fahren wir auch die Straßen an, die seinen Namen tragen.

Oben: Villa Leverkus, später Bayer- Kasino. Darunter: Flurkarte Leverkusen 1870 (Quelle: Bayer-Werksarchiv)
1870 Flurkarte Leverkusen

Anmeldungen: Bernhard Geuß (Mail: Bernhard.Geuss@t-online.de bzw. Tel. 02171-58 989) oder Büro BGV (Mail: bgv-niederwupper@t-online.de bzw. Tel. 02171-34 07 801).
Vorverkauf:
Kunden Center der wupsi GmbH in Lev.-Mitte (City Point), Opladen (Busbahnhof) und Fixheide (Betriebshof). Karten – falls Sitzplätze im Bus noch verfügbar – erhältlich auch beim Einstieg, Preis 25 € pro Person.
Abfahrtsstellen:
13.30 Uhr - Opladen, Bus-Bhf /Steig 10, 13.45 Uhr - Lev.-Mitte, Bus-Bhf /Steig F1. ca. 15.30 Uhr: Einkehr im Café Curtius in Lev.-Waldsiedlung (auf eigene Rechnung). Rückkunft: 17.30 Uhr Bus-Bhf Lev.-Mitte und ca. 17.45 Uhr Bus-Bhf Opladen

Rückblick auf vergangene Veranstaltungen

Freitag | 26.01. 2024 | 16 Uhr

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG: MEHR ALS MAN KENNT - NÄHER ALS MAN DENKT

Objekte und Geschichten aus NRW-Gedenkstätten

Gemeinsame Ausstellung der VHS Leverkusen und der Landeszentrale für politische Bildung.
Gezeigt werden Objektgeschichten aus den NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorten in NRW. Sie erzählen von Menschen, denen die Gegenstände gehörten, denen sie geraubt wurden oder die sie für die Gegenwart retteten.
Der BGV Leverkusen-Niederwupper, die Stadtgeschichtliche Vereinigung Leverkusen und das Stadtarchiv Leverkusen ergänzen die Ausstellung mit drei Roll-ups für Leverkusen.

Die Ausstellung läuft bis zum 25.02.2024.

Geretteter Torafinger aus der Synagoge Opladen
Foto: Geretteter Torafinger aus der zerstörten Opladener Synagoge
Ausstellung Mehr als man kennt - näher als man denkt (Plakat)

Forum Leverkusen | Am Büchelter Hof 9 | 51373 Leverkusen-Wiesdorf
Eintritt: frei

Dienstag | 30. Januar 2024 | 18:30-20 Uhr

BGV_Bundesarchiv_B_285_Bild-04413_KZ_Auschwitz_Einfahrt.jpg
KZ Auschwitz, Einfahrt,
(Quelle: Bundesarchiv B 285 Bild-04413)

DER FRANKFURTER AUSCHWITZ-PROZESS 1963-1965

Referent: Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard

VHS Leverkusen in Kooperation mit dem BGV

Nach dem Eichmann-Prozess 1961 in Jerusalem rückte der erste Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963-1965) den millionenfachen Mord der Nationalsozialisten an Juden, Minderheiten und politischen Gegnern in seinem gesamten Umfang in das Blickfeld der deutschen Öffentlichkeit. Der Referent Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard hat sich als Historiker schon seit seiner Schulzeit, als er mit seiner Schulklasse einen Tag im März 1965 am Auschwitz-Prozess teilnehmen durfte, mit dem Thema beschäftigt. In seinem Vortrag beschreibt er die verschiedenen Facetten dieses Wendepunktes der bundesrepublikanischen NS-Aufarbeitung und Erinnerungskultur.

Forum Leverkusen | Am Büchelter Hof 9 | 51373 Leverkusen-Wiesdorf
Eintritt: frei

Freitag | 15. Dezember 2023 | 19 Uhr

VORTRAG: 1920-2020 100 JAHRE BAYER-VOLKSSCHULE, HEUTE THEODOR-FONTANE-GRUNDSCHULE

Referent: Reinhold Braun in Kooperation mit der Theodor-Fontane-Schule

BGV_Ostern 1961_7 Schuljahr mit Rektor Pawig_Foto Schulchronik
Ostern 1961: 7. Schuljahr mit Rektor Pawig rechts. Foto: Schulchronik

Im Jahre 1920 errichtete die Gemeinde Wiesdorf im Ortsteil „Leverkusen“ (= Bayerwerk) eine Volksschule für die ersten vier Klassen, die den Namen „Bayer-Schule“ erhielt. Sie wurde sowohl von evangelischen als auch katholischen Mädchen und Jungen aus der Bayer-Beamtenkolonie und der Siedlung Eigenheim besucht. Es war somit die erste, nicht einseitig nur auf eine Konfession bezogene Volksschule und sie war koedukativ. Am Anfang war die Schule noch in Baracken in Nähe des Bayerwerks untergebracht.

1932 wurde ein neues Schulgebäude bezogen, das auf einem Gipsteich der Firma Bayer in Nähe des damaligen Bahnhofs Wiesdorf gebaut wurde. Architekt der Schule war Wilhelm Fähler. In der NS-Zeit erhielt sie den Namen „Friedrich-Ludwig-Jahn-Schule“. Nach dem Krieg wurde sie in „Schule Leverkusen-Bayerwerk“ umbenannt. Mitte der 50-er Jahre stellte man fest, dass das Schulgebäude ca. 40 bis 60 cm in die darunter liegenden Gipsabfälle abgesackt und das Gebäude nicht mehr standhaft war. Deshalb zog die Gemeinschaftsschule in Gebäude der evangelischen Volksschule in Wiesdorf (heute Jugendmusikschule).
Im April 1959 konnte die Schule ihr heutiges Gebäude an einem sicheren Platz an der Theodor-Fontane-Straße beziehen.

Treffpunkt: Sporthalle Theodor-Fontane-Grundschule | Theodor-Fontane-Str. 2 | 51373 Lev-Wiesdorf Eintritt: frei

Mittwoch | 3. Januar 2024 | 18.30 Uhr

VORTRAG: OPLADENER LANDRAT ADOLF LUCAS (1862-1945) UND DER „ERBAUER“ DES LEVERKUSENER BAYERWERKS CARL DUISBERG (1861-1935)

Referenten:
Michael D. Gutbier und Philipp Schaefer
Kooperation mit dem Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen

Adolf Lucas war u. a. als Assessor am Landgericht Elberfeld und Amtsgericht Solingen tätig. Ab 1900 war er zunächst kommissarisch, schließlich definitiv ernannter Landrat des Landkreises Solingen bis er am 1. Oktober 1927 in den Ruhestand trat. Lucas war Mitglied der Nationalliberalen Partei, später der Deutschen Volkspartei. (Quelle: Wikipedia)

 

Carl Duisberg wurde 1888 Prokurist und Leiter der wissenschaftlichen Versuche bei Bayer. Duisberg hatte maßgeblichen Anteil an dem Entwurf und der Realisierung des Umzugs der Firma nach Leverkusen. Er wurde 1900 zum Direktor und Vorstandsmitglied berufen. Von 1925 bis 1931 war er Vorsitzender des Reichsverbands der Deutschen Industrie. (Quelle: Wikipedia)

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Adolf Lukas, Foto: Stadtarchiv Leverkusen
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Carl Duisberg 1926 Foto: Sammlung R. Braun

Haus der Stadtgeschichte - Villa Römer | Haus-Vorster Str. 6 | 51379 Lev-Opladen | Eintritt: frei